Aufstiegsrennen in die Regionalliga Nord für Lüdenscheider Kicker gelungen

8. Juni 2026

#Söhne stolzer Väter kreuzen die Klingen und treffen auf ehemalige Weggefährten# #Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg# #Lüdenscheider Gewächs mit solider Leistung# #Kuriositäten am Spielfeldrand# #Kinder sind beim SC in guten Händen#

Söhne stolzer Väter kreuzen die Klingen und treffen auf ehemalige Weggefährten

Im Aufstiegsrennen um den Einzug in die Regionalliga-Nord standen sich die Vertreter aus Hamburg und Bremen im letzten entscheidenden Spiel gegenüber. Ursprünglich sollte das Spiel in Celle bei Hannover stattfinden. Nach einem Sturmschaden am Dach der Tribüne hatten die Organisatoren das Spiel auf Naturrasen jedoch beim niedersächsischen Oberligisten Heeslinger SC stattfinden lassen. Als Favorit ging der Hamberger Club Eimsbütteler TV ins letzte Match der Aufstiegsrunde. In den Reihen der Hamburger lasen die Lüdenscheider Fußballbegeisterten den Namen eines alten Bekannten. Leonard Mai trat für den Eimbütteler TV als Innenverteidiger aufs Parkett.

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Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg – Defensive überzeugt

Mit zwei Siegen führten die Hamburger als hoch gehandelter Aufstiegskandidat die Tabelle bereits an. Man konnte sich eine knappe Niederlage erlauben. Am Ende wurde der Bremer Meister mit 6:0 auf die Heimreise geschickt. Als Game-Changer erwies sich das Foulspiel eines Bremers im 2. Drittel der ersten Halbzeit, das mit einer roten Karte bestraft wurde. In Halbzeit brachen die Dämme. Ein Klassenunterschied wurde erst nach dem Platzverweis deutlich.

Lüdenscheider Gewächs mit solider Leistung

Mit von der Partie war Leonard Mai, der seine Anfänge beim SC Lüdenscheid startete. Unter Michael Reimann als Stützpunkttrainer des Kreises Lüdenscheid und zahlreichen Jugendtrainern des SC wagte er nach mehrmaligen Aufstiegen in Jugendbezirksligen den Sprung in den Landesligakader des TuS Ennepetal der A-Jugend-Staffel. Studienbedingt verschlug es den Lüdenscheider Jungen nach Hamburg. Mit 29 Jahren gelang ihm jetzt der große Coup und er konnte am vergangenen Sonntag als Innenverteidiger den traumhaften Aufstieg seines Teams in die Regionalliga Nord feiern.

Kuriositäten am Spielfeldrand

Nach Spielende entstand ein kurioses Foto. Auf der Spielerliste standen zwei Namen der Kontrahenten aus der Oberliga Hamburg und der Bremenliga. Leonard Mai (Nr. 26) auf Seiten der Hamburger und Luis Seidel (Nr. 25) auf Seiten der Bremer kreuzten die Klingen. Als stolzer Vater, Bernd Mai, erinnert er sich:

„In meiner Referendarszeit in Bremen fand ich meine Heimat bei der Spielgemeinschaft Aumund-Vegesack. Der Verein spielt heute in der Bremen-Liga. Aus der Landesliga heraus schafften wir den Aufstieg damals in die Verbandsliga. Das war zu dieser Zeit die vierthöchste Spielklasse auf Bundesebene. Die Regionalliga und die 3. Liga wurden erst später eingeführt. Mit im Aufgebot standen 3 Spieler aus dem frisch entwichenen Jugendkader des SV Werder Bremen. Darunter auch Sören Seidel, der später bei Werder seine Profikarriere begann und Pflichtspiele in der ersten Bundesliga absolvierte. Heute ist der 53-Jährige als Spielerberater aktiv und leitet als Geschäftsführer das teamplayer-sports-team  (https://www.teamplayer-sports.de/team). Als Mentor von Robert Andrich berät er Spielerkarrieren auf höchster Ebene. Mit Stolz ließen sich die weit angereisten Väter nach dem Spiel ablichten und tauschten die eine oder andere Erinnerung an alte Zeiten aus.

Kinder sind beim SC Lüdenscheid in guten Händen

Als ambitionierter Sportverein hält der Club sehr aufmerksam die Früchte seiner Jugendarbeit auf solch hohen Niveaustufen nach und verfolgt seine bei ihm ausgebildeten Jugendspieler mit großem Interesse. Aufstiege mit ehemaligen Jugendspielern wie jetzt in die Regionalliga sind stets ein Highlight im Gespräch unter Trainern, Jugendspielern und Eltern des Vereins. Jungs und Mädels sind beim SC Lüdenscheid in guten Händen.

Der SC Lüdenscheid gratuliert Leonard Mai und seinem Team zum Aufstieg in die Regionalliga Nord Deutschlands vierthöchste Spielklasse.

Text: N. Kramer

Fotos: R. Benndorf

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