Trainerporträts C1-Jugend

16. Juni 2020

Die Reihe Trainerporträts wird fortgesetzt mit den Trainern der C-Jugend, die im Bild oben alle zu sehen sind. Starten wir mit den Trainern der C1.

Cheftrainer Hassan El Mourabit

Hallo, ich bin Hassan. Vor wenigen Jahren bin ich 30 Jahre alt geworden, ich bin verheiratet und habe einen quirligen Sohn, der mich ganz schön auf Trab hält.

In meiner Jugend gab es nicht Schöneres als dem Ball hinterher zu jagen. Da war es egal, ob es ein Ascheplatz oder eine zugewachsene Wiese war, Hauptsache der Ball lief und eine Meute von Gleichgesinnten hinterher. Meine Karriere ging los beim SC Lüdenscheid, ich hatte Talent und Ehrgeiz. Leider habe ich mich in der Herrenzeit mehrmals am Fuß verletzt, so dass ich mich als Aktiver zurücknehmen musste. Die Arbeit als Trainer, der ich auch schon in jungen Jahren nachgegangen bin, ist nun mein erstes Betätigungsfeld geworden. Hier kann ich mein Engagement auch noch lange halten.

Meine Euphorie und mein Wissen habe ich durch Teilnahme an der Trainer-C-Lizenz-Ausbildung zur Expertise geführt. Mannschaften im Jugendbereich zu trainieren macht mir besondere Freude, vor allem wenn ich sehe, dass die Jungen und Mädchen etwas lernen wollen, was sie weiterbringt. Große Erfolge aber auch das Bangen um den Abstieg im letzten Jahr 2018/19 lassen Aufstieg und Niedergang so eng in Folge passieren, dass es einem den Atem rauben kann. Wer hätte gedacht, dass wir mit der C-Jugend so erfolgreich aus den Startlöchern kommen, dass wir sogar um den Landesligaaufstieg ein erhebliches Wörtchen hätten mitreden können. Mir ist wichtig, die Lücke zwischen Hochleistungssport wie in den Jugendleistungszentren des DFB und dem Fußball auf lokaler Ebene zu schließen. Die Bezirksliga ist ein gutes Sprungbrett.

Ziele: Im kommenden Jahr geht es wieder darum, aus Alt- und Jungjahrgängen ein gutes Team zu formen. Wohin die Reise geht, wird sich dann in den nächsten Trainingseinheiten entscheiden. Im Verein wurde gute Vorarbeit geleistet, von daher sind wir sehr zuversichtlich.

Co-Trainer Burim Aliu

Hallo, ich bin Burim Aliu, geb. am 22.07.1982. Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder. Meine Hobbys sind Familienunternehmungen, Fahrrad fahren, Feiern gehen und viele andere Dinge. Mit Freunden und mit meinen Trainerkollegen gehe ich gern Essen, um die kulinarischen Highlights in der Bergstadt auszuprobieren.

Als Spieler habe ich in Mazedonien von der D- bis zur A-Jugend gespielt. Meine erste Herrensaison bestritt ich 2002 bis 2005 beim FC Sulgen in der Schweiz. Nach meinem Umzug nach Deutschland habe ich direkt bei Tura Brügge angefangen, wo ich für 2 Jahre von 2012 bis 2014 unter Vertrag war. Von da aus ging es für mich in die Bezirksliga nach Hellas auch für 2 Jahre, dann ein Jahr bei Post SV 2016 bis 2017, anschließend kehrte ich im Jahr 2017 bis 2019 zum SC Lüdenscheid zurück. Seit der letzten Saison bin ich bei Polonia Lüdenscheid in der Kreisliga B angemeldet. Ich kann es einfach nicht lassen, auch wenn ich merke, dass ich nach Verletzungen immer schwerer wieder in Tritt komme.

Als Trainer hatte ich bis jetzt folgende Stationen: 2012 bis 2014 SV Hellas D1 und die C. Danach ging es von 2014 bis jetzt zum SC Lüdenscheid, wo ich sehr glücklich bin.

Warum ich Trainer bin? Weil ich ein Kämpfertyp bin, und weil ich gerne die Jungs versuche so auszubilden, dass sie nie aufgeben. Mit Kampf und Leidenschaft alles zu geben und gemeinsam etwas zu schaffen, so sind mir die Jungs ans Herzen gewachsen. Deswegen bin ich gern Trainer und das mit sehr viel Freude beim SC. ❤ 🔵⚪

Ziel: Mein Wunsch ist es, irgendwann einmal mit den 2004er Jahrgängen, mit denen wir als Trainerteam überragende Erfolge gefeiert haben, einmal gemeinsam beim SC Lüdenscheid in einer der Herrenmannschaften in einem Meisterschaftsspiel um Punkte zu fighten. Wenn das klappt, hänge ich meine Fußballschuhe endgültig an den Nagel. Ich bin von Natur aus immer zuversichtlich 😀⚽.

Co-Trainer Bernd Mai

Hallo ich bin Bernd Mai, beruflich hat es mich aus Bremen als Lehrer ins Sauerland nach Lüdenscheid verschlagen. Mittlerweile lebe ich länger in der Bergstadt als in der norddeutschen Hansestadt, in der ich einige Jahre in der Verbandsliga gespielt habe. Damals gab es noch keine Dritte Liga und noch keine Regionalliga. Nach der Oberliga war die Verbandsliga damals die vierthöchste Spielklasse. Gespielt wurde ausschließlich auf Naturrasen, den gab es in Lüdenscheid nur im Nattenberg-Stadion.

Erst mit der Einführung von Kunstrasenplätzen konnte ich mich mit der hiesigen Fußballphilosophie anfreunden. Im Sportstudium hatte ich in Münster die B-Lizenz erworben. Die Sportspielvermittlung, das hat mich interessiert und gleichzeitig motiviert, mich für die A-Lizenz anzumelden. Diese habe ich bis heute durch Fortbildungen am Leben gehalten.

Über meinen Sohn bin ich zum SC Lüdenscheid gekommen, und ich habe dann als Co-Coach versucht, meine Erfahrungen und mein Wissen in die Trainingseinheiten einfließen zu lassen.

Ziele: Wichtig ist mir, dass junge Talente nicht weit fahren müssen, um eine gute fußballerische Ausbildung zu bekommen. Gerade jetzt zu Corona-Zeiten wird es nach den Sommerferien noch schwieriger für die Sportler, die schulischen Anforderungen zu stemmen. Dann ist es gut, wenn dich nicht schon der Weg hin zu deiner geliebten Sportstätte killt.

Sport und Schule zu meistern, stellt für viele Jugendliche eine große Hürde dar. Bleibt eines von beiden auf der Strecke, dann gibt es schwere Brüche in der Entwicklung von jungen Menschen. Diese Brüche gilt es zu verhindern, dazu stehen wir beim SC bereit.

Ich wünsche mir, dass sich die Jugendlichen bei uns im Verein soweit verbessern können, dass sie irgendwann einmal, wenn sie aus Lüdenscheid berufs- oder ausbildungsbedingt wegziehen, durch den Fußball schnell soziale Kontakte finden. Vielleicht gelingt es dem einen oder anderen sogar, sein Hobby mit etwas Gehalt, z. B. als Vertragsamateur in einer höherklassigen Mannschaft, aufzupolieren. Aus Erfahrung weiß ich, dass es freudvoller ist, das Studium mit dem Hobby zu finanzieren, als mit kräftezehrenden Wochenendschichten.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – ein Lebensmotto, das sich als Prinzip für mich stets bewährt hat.

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