C1-Saisonfahrt 2026 bei bestem Gute-Laune-Wetter

26. Mai 2026

#Quartierbezug in der Kreisstadt Büren##Begegnung mit der C1-Jugend des SV Büren 21# #Grillfest für Gastgeber und Gäste# #Besuch der Gedenkstätte Wefelsburg# #Die Würde des Menschen ist unantastbar##DFB-Pokalendspiel kennt nur einen Sieger##Trainerresümee: Bildungsauftrag erfüllt#

Quartierbezug mit ersten Herausforderungen

Nach Ankunft am Freitagnachmittag in der Kleinstadt Büren. Bei den ersten selbstaufblasbaren Luftmattratzen wurde die zulässige Tragkraft von 100 kg überschritten. Die Tackling-Attacken ließ den Unterlagen förmlich die Luft ausgehen. Not macht erfinderisch. Die Kids rauften sich zusammen und fanden Lösungen.

Begegnung mit der C1-Jugend des SV Büren 21

Viel Luft war auch für die anstehende Begegnung auf dem Trainingsgelände des SV Büren 21 vonnöten.  Nach den ersten Führungtreffern durch den starken Mittelstürmer der Gäste stand ein Debakel für das Lüdenscheider Team an. Die Mannschaft um Kapitän Lukas Schütz riss sich zusammen. Sie machte aus dem 1:3 ein 5:3 Pausenstand. Die Partie verlief fair. Allein zwei abseitsverdächtige SV21-Treffer wurden von den SC-Spielern beim Schiedsrichter B. Mai moniert, der ansonsten fehlerfrei durch die Partie führte. Über ein 5:5 und 5:6 machte der Gastgeber zum Schluss noch einmal ernst. Mit einem 7:6 Ergebnis konnte der Heimatverein als Sieger vom Platz gehen.

Grillfest für Gastgeber und Gäste

„Eine torreiche Partie, mit höhen und Tiefen“, fasste Coach Andreas Schütz die Begegnung in wenigen Worten zusammen. Im Anschluss baten die Lüdenscheider mit „Grillmeister“ Hassan El Mourabit die Eltern, Gastgeberspieler und Betreuer zum legendären Puten-Spieß mit marokkanischer Soße ein. Auch für die Getränke wurde in ausreichender Menge gesorgt.

Bis spät in den Abend wurde die Anlage des SV Büren noch ausgiebig genutzt. Schlaf gab es in der folgenden Nacht eher weniger. Es war kein Drama, dass ein offiziell angedachtes Freundschaftsspiel für den Folgetag durch eine kurzfristige Absage  einer benachbarten Mannschaft nicht zustande kam. Kein Verletzungsrisiko lautete die Devise. Alternativ wurde das nahegelegene Freibad aufgesucht. Tischtennis, Beach-Volleyball, Arschbomben-Show waren die Wettbwerbe, die unsere Kids begeisterten.

Besuch der Gedenkstätte Wefelsburg

Nach kurzem Döner-Mahl ging es dann am Samstag für Trainer und Spieler zur SS-Gedenkstätte Wewelsburg. Ein Ort für Kultur, Geschichte und Bildung.  Als Fußballverein möchten wir den Jugendlichen nicht nur sportliche Werte wie Teamgeist, Respekt und Zusammenhalt vermitteln. Wir wollen ihnen auch wichtige gesellschaftliche Themen näherbringen. Deshalb gehört zu unserer Abschlussfahrt neben Fußball und Freizeitaktivitäten immer auch der Besuch einer Gedenkstätte oder eines Museums. In der Wefelsburg konnten sich unsere Jungs altersgerecht mit den Themen Verantwortung, Demokratie und Menschlichkeit auseinandersetzen. Uns ist es wichtig, den Jungs zu zeigen, dass Fußball Menschen verbindet. Werte wie Toleranz, Respekt und gegenseitige Achtung spielen im Alltag eine immer größere Rolle. Es gilt diese Werte zu verteidigen, auch wenn das Einsatz und Mühen eines jeden einzigen kostet.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Norbert Ellermann, als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Wefelsburg führte die Gruppe durch die Ausstellung. Er gab unseren Kindern die Möglichkeit, über wichtige gesellschaftliche Themen nachzudenken und gemeinsam als Team, als aufmerksames Mitglied einer Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, zitierte N. Ellermann den Leitspruch des Grundgesetzes, der alle zwei Jahre als Fahne an den Masten der Ausstellung zu sehen ist. Genau diese alle Kulturen verbindende Haltung wurde in der Vergangenheit unter dem Naziregime mit geschickter Propaganda und perfiden Methoden buchstäblich mit Füßen getreten.

Anschauliche Ausführungen des Veranstalters in den Räumen der Wefelsburg machten auf eindrucksvolle Weise deutlich, was Wirkmechanismen aus Menschen machen. „Der grausame Anfang entsteht im Kopf. Das zu durchschauen, ist eine der Aufgaben der Ausstellung. Unter welchen Bedingungen Menschen gefangen, misshandelt und gedemütigt wurden, wie „normale Bürger“ zu Gewalttaten aufgerufen wurden, kann an zahlreichen Beispielen deutlich gemacht werden“. Einen Ausblick erfuhren die Kids auch über den Fußball in der Nazizeit. Hierzu gibt es eigens zwei Ausstellungen in der Wefelsburg. „Ich komme wieder“, sagt Co-Trainer Andreas Schütz, „das Thema ist wichtig, es interessiert mich“.

DFB-Pokalendspiel kennt nur einen Sieger

Im Anschluss an die spannenden Ausführungen gab es erst einmal einen gemeinsamen Stopp im Eiscafé. Die Eindrücke mussten in zahlreichen Gesprächen verarbeitet werden.  Ein Teil der Gruppe besuchte erneut das Schwimmbad. Hier traf man einige der Jugendlichen der Fußballbegegnung am Vortag wieder.  Ein anderer Teil der C1-Sportjugend nutzte den großen Platz noch einmal für interne Wettbewerbe. Abermals wurde der Grill angeschmissen, der Pizzadienst brachte in der Pause des DFB-Pokalfinals einen weiteren Gaumenschmaus.

Der Abend klang gemütlich aus. Nachdem recht frühzeitig der altbekannte Sieger für das Pokalfinale 2026 feststand, zog es nicht wenige Jungs noch einmal bis in die späten Abendstunden auf den Kunstrasen. Viele konnten sich noch einmal ein letztes Mal auf der Fußballwiese zu beweisen: Der eine oder andere Treffer von Harry Kane wurde erfolgreich nachgespielt…

Trainerresümee: Bildungsauftrag erfüllt

„Wir glauben, wir haben ein Gegengewicht geschaffen, wenn wir beobachten, dass viele Jugendliche auch in Ihrer Freizeit nur noch an Geräten hängen. Austausch, echte Live-Begegnungen und das Bewältigen von Herausforderungen, das haben wir möglich gemacht. Von den Verantwortlichen des gastgebenden Vereins in Form des Jugendobmanns Kim Schneider und Vorstansmitglied Andreas Montag haben wir ein großes Lob bekommen. 

Gern dürfen wir wiederkommen,“ ziehen die Betreuer Andreas Schütz, Hassan El Mourabit und Bernd Mai ihr Resümee der Saisonfahrt 2026 in Büren bei Paderborn.

Bericht: Bernd Mai

Fotos: Andreas Schütz, Hassan El Mourabit

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